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Selbstliebe und Selbstmitgefühl im Mamaalltag

Stressbewältigung mit der Polyvagaltheorie

Als Mama jonglierst du täglich zwischen Kindern, Haushalt, Beruf und deinen eigenen Erwartungen. Kein Wunder, dass Stress, Erschöpfung oder Selbstzweifel oft überhandnehmen. Doch genau hier setzen Selbstliebe, Selbstmitgefühl und die Polyvagaltheorie an – und helfen dir, wieder Ruhe, Gelassenheit und Verbindung zu spüren.

Was ist die Polyvagaltheorie und warum ist sie für Mütter wichtig?

Die Polyvagaltheorie, entwickelt von Stephen Porges, erklärt, wie unser Nervensystem auf Stress reagiert. Unser Körper kennt drei Grundzustände:

1) Sicher & verbunden (Vagus ventral): Wir fühlen Ruhe, Empathie und Nähe.
2) Kampf/Flucht (Sympathikus aktiv): Stress, Überforderung und innere Anspannung steigen.
3) Einfrieren/Abschalten (Vagus dorsal): Rückzug, Erschöpfung und Gefühl von Hilflosigkeit.

Im MamaAlltag pendeln wir häufig zwischen Stress und Erschöpfung – oft ohne es bewusst zu merken. Die Polyvagaltheorie zeigt, dass dies keine Schwäche, sondern ein natürliches Signal unseres Nervensystems ist: Dein Körper braucht Regulation.

Selbstmitgefühl als Schlüssel zu innerer Ruhe

Selbstmitgefühl bedeutet, dich selbst wie dein Kind zu behandeln – mit Verständnis, Wärme und Geduld. Psychotherapeutisch unterstützt Selbstmitgefühl die Aktivierung des ventralen Vagus, unseres „Sicherheits- und Verbindungssystems“.

Ein paar einfache Strategien:

• Verbundene Pausen: Tausche dich mit anderen Müttern aus oder finde eine kleine tägliche „Me-Time“.
• Rituale für Sicherheit: Lieblingsmusik, Tee, kurze Atemübungen oder ein Morgenritual stabilisieren das Nervensystem.
• Bewusste Nähe: Körperkontakt zu deinem Kind oder auch zu dir selbst kann das ventrale System aktivieren.

Diese kleinen Rituale helfen dir, dein Nervensystem zu stabilisieren und verbundener mit dir selbst und deinem Kind zu sein.

Selbstliebe im Alltag verankern

Selbstliebe bedeutet, deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Indem du dich selbst spürst, erkennst du frühzeitig Überlastung und kannst Gegenmaßnahmen treffen:

• Erkenne deine Grenzen: Sage bewusst „Nein“ zu Dingen, die dich überlasten.
• Lege deine Hand aufs Herz und spüre die Liebe in dir.
• Kleine Inseln der Ruhe: 5 Minuten bewusstes Durchatmen, kurze Spaziergänge oder Tagebuch schreiben.
• Reflexion: Frage dich: „Was brauche ich gerade wirklich?“

Als Mama ist es normal, häufig zwischen diesen Zuständen zu pendeln. Aber oft merken wir gar nicht, dass wir schon lange im Stressmodus sind – bis wir körperliche oder emotionale Symptome spüren.

Selbstliebe im Alltag verankern

Selbstliebe bedeutet nicht Egoismus, sondern Achtsamkeit für deine eigenen Bedürfnisse. Indem du lernst, dich selbst zu spüren, erkennst du frühzeitig Überlastung und kannst gegensteuern.

Wenn du die Polyvagaltheorie verstehst, wird Stress nicht mehr als persönliches Versagen wahrgenommen, sondern als körperlich-nervöses Signal: Dein System zeigt dir, dass es Regulation braucht.

Fazit

Stress im Mamaalltag ist normal – doch du kannst lernen, dein Nervensystem bewusst zu regulieren. Selbstmitgefühl und Selbstliebe sind dabei deine stärksten Werkzeuge. Die Polyvagaltheorie zeigt uns, dass wir nicht versagen, sondern einfach menschlich reagieren.

Wenn du regelmäßig übst, wirst du:

• ruhiger in Stresssituationen,
• selbstverbundener und liebevoller zu dir selbst,
• gelassener und präsenter für dein Kind.

Du musst keine perfekte Mama sein – nur eine verbundene.

In inniger Verbundenheit, Klaudia
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